Ein Bühnensolo zum Leben und Sterben der Bienen | Vorgruppe Jay Kay Wäschpi

Jürg Kienberger (Projektidee und Musikspieler)

Wohnhaft in Winterthur (ZH) und St. Louis (France), Bürger von Oeschgen (AG)

Als jüngstes Kind einer Hotelierfamilie am 1.Oktober 1958 in Sils-Maria (GR) zur Welt gekommen, höre ich täglich Life-Musik. Das Hotel-Orchester spielt sozusagen bei mir zuhause und erfüllt meine neugierigen Ohren mit unzähligen Kaffeehaus-Melodien. Ich besuche die rätoromanische Primarschule, ab 8 lerne ich Klavier bei Frau Kuhn, mit 12 werde ich ins Benediktiner-Internat in Disentis gesteckt, wo ich viel Sport und Musik mache und 1977 sogar das Abitur schaffe. Es folgen Reisejahre nach Paris und Amerika, Gelegenheitsarbeiten als Kranken- Pfleger, Orgelbaugehilfe, Weinkellner und Barpianist.
1982-86 studiere ich Germanistik in Lausanne und Zürich.
Am 1.Juni 1986: Geburt der Tochter Lena – Abbruch jeglicher Studien und Umzug mit Kleinkind und Mutter Claudia Carigiet nach Malans (GR).

Ab dann ausschliessliches Arbeiten als Theatermusiker, z.B. am Schauspielhaus und der Schauspielakademie Zürich, am Theater Basel, beim Theater M.A.R.I.A.
(„Nach Aschenfeld“), oder mit Ruedi Häusermann in München („Baden zusammen“). Mit Wolfi Berger und Ueli Jäggi reise ich als „Wiederkäuer“ durchs
In- und deutschsprachige Ausland. Eine langjährige Zusammenarbeit mit
Christoph Marthaler beginnt. Die Kombination Musik und Schauspiel macht mein Leben abwechslungsreich. Ich komponiere, übernehme Musikalische Leitungen,
am liebsten spiele ich mit.

1992-97 lebt die Kleinfamilie Carigiet-Kienberger am Prenzlauer Berg in Berlin, ich gehöre 4 Jahre lang zum Ensemble der Volksbühne, spiele in vielen Marthaler-, Castorf-, Häusermann- und Bachmannstücken mit und inszeniere den eigenen Liederabend „Heisse Rhythmen, heisse Kienberger, freut mich“.
Dazu gastiere ich am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und an der Oper Frankfurt und versuche mich mit meinem ersten Soloprojekt „Ich bin ja so allein“, das 1998 in Zusammenarbeit mit meiner Frau Claudia Carigiet entsteht.

Während Marthalers Intendanz in Zürich (2000-05) bin ich regelmässiger Gast auf der Pfauenbühne und im Schiffbau („Hotel Angst“, „Groundings“, „Dantons Tod“ etc.), inszeniere „Menschsein macht müde (mehrstimmig)“, spiele am Theater Basel den Raben Abraxas, Julias Amme, oder den Pfarrer in „Geld und Geist“ und trete als „Rezitativist“ in „Figaros Hochzeit“ an den Salzburger Festspielen und an der Pariser Oper auf.

2007 komponiere ich die Musik zum Einsiedler Welttheater, trete in kleineren
Formationen auf wie „Heimatflimmern“ (Regie: Claudia Carigiet), „Alleinunterhalter (Mehrzahl)“ mit Clemens Sienknecht, oder ganz allein in
„öhrli in the morning“ (Regie: Rafael Sanchez). An den Wiener Festwochen ent-
stehen die Marthaler-Projekte „Schutz vor der Zukunft“ und „Riesenbutzbach“, in der Roten Fabrik „PlatzMangel“.

2009 spiele ich bei Sanchez am Theater Neumarkt in „Aktion Duback“, am THALIA in Hamburg „Die Marx-Saga“ und singe mit Anne-Sofie von Otter ein Duett in Offenbachs „La Grande-Duchesse de Gérolstein“ am Theater Basel.

2010 "Ich Biene-ergo summ", ein Solo über das Leben und Sterben der Bienen

2011 "+- 0" Theaterprojekt Grönland mit Christoph Marthaler

2012 "Novecento", die Legende des Ozeanpianisten, Musiktheater von Ressort K 

2012 Gewinner des Salzburger Ehrenstiers

2012 Familienkonzert mit dem Kammerorchester Basel

2012 Musikalische Leitung zu den Altdorfer Tellspielen

2012 "sale" Ein Projekt von Christoph Marthaler mit Musik von Georg Freidrich Händel, Opernhaus Zürich


Claudia Carigiet Kienberger (Projektidee und Regie)

Lehrerin, dipl.Theaterpädagogin, Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und dipl. Shiatsutherapeutin
Geboren 14. August 1956 in Disentis GR, Bürgerin von Oeschgen AG, wohnhaft in St. Louis, Frankreich. Aufgewachsen in Chur, Muttersprache Rätoromanisch. Abschluss des Lehrerseminars 1977. Erste Anstellung als Primarlehrerin. Einjährige Reise von Mexico bis zum Titicacasee. Schauspielakademie Zürich 1985 mit Diplom in Theaterpädagogik abgeschlossen.
1986 Geburt von Tochter Lena, Wohnsitzwechsel nach Malans. 1992 Umzug nach Berlin. Eigene Theaterstücke realisiert. Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen. Brasilienreise mit Familie. 1999 ins Dreiländereck bei Basel ausgewandert. Shiatsuausbildung absolviert. Selbständig erwerbend als Shiatsutherapeutin, Autorin und Theaterfrau im Bereich Regie und Schauspiel. Kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Musiker und Lebensgefährten Jürg Kienberger.

1990 "Und du bisch duss" Theaterstück mit Animationsprogramm für Jugendliche zum Thema AIDS- Prävention. Schauspiel

1993 "Zärte" Zweisprachige Auff. des Taller Teatral Berlin. Schauspiel

1995 "La mort stancla" Schattenspiel in Rumantsch Grischun. Regie: Manfred Ferrari, Urauff. in Chur, 1996 Gastspiel am Zürcher Theaterspektakel. Schauspiel

1996 "Das grosse Welttheater" Regie von L. Näf, Tuchlaube Aarau, Schauspiel

1997 "Miss you" Eine musikalische Liebeserklärung an einen abwesenden Mann. Eigenproduktion in Berlin. Text und Schauspiel

1998 "Ich bin ja so allein" eine musikalische Lebensbeschreibung von und mit Jürg Kienberger, Regie, Co-Autorin

2000 "Himmelwärts" von Ödön von Horvath. Jugendclub Tuchlaube Aarau.     Mundartübersetzung und Regie

2002 "Menschsein macht müde" ein Abend von Claudia Carigiet und Jürg Kienberger. Schauspielhaus Zürich. Autorin

2003 "Malefica" ein Abend aus der Hexenperspektive, Eigenproduktion. Schauspiel, Co-Autorin, Gesang

2005 "Heimatflimmern" ein Musiktheaterprojekt mit J. Kienberger, Klaus Trabitsch und Josef Brustmann, Urauff. am Alpentöne-Festival Altdorf, Regie

2007 "schi lunsch naven" Produktion mit Jugendlichen aus der Surselva. Regie und Autorin

2008 "100 Jahre Hotel Waldhaus" ein Jubiläumstheater in Sils-Maria, Inszenierung von Christoph Marthaler, Schauspiel

2008 "Gian/Gianna" ein Kinderbuch. Buchverlag Südostschweiz ISBN:   978-3-905688-41-2, Autorin

2009 "ils  bandits" ein rätoroman. Klassenzimmertheater, Regie und Autorin

2010 "Ich Biene-ergo summ" mit J. Kienberger, Co-Autorin und Regie

2011 "Galgaboda", Theaterprojekt mit Musik, Regie und Schauspiel www.hexperimente.ch

2011 "Ds' Schparschwii von Eugèn Labiche, Freilichtinsz. Chur, Schauspiel

2012 "Ohrenrauschen" Szenisches Familienkonzert mit dem Kammerorchester Basel, Regie

2012 "hautnah" im Körper mit Musik und Bild, Regie (www.hackbrett.com)

2012 "Der kleine Stern auf Erden" Schattenmärchen für Kinder ab 4 Jahren <cite>www.schattentheater.wordpress.com</cite>

2013 "Eine haarige Sach zu Bacharach" Bewegungstheater, Regie


Mats Staub (Dramaturgie)

Mats Staub (*1972) arbeitet als Dramaturg und als Autor von Langzeitprojekten (www.erinnerungsbuero.net) und lebt in Basel. Er studierte in Bern, Fribourg und Berlin Theaterwissenschaft, Journalistik und Religionswissenschaft (lic. phil. hist). Von 2001 bis 2004 war er am Theater Neumarkt in Zürich engagiert, wo er zunächst als Assistent und dann als Dramaturg vorwiegend Projekte und Uraufführungen betreute. Von 2004 bis 2006 lebte er in St. Petersburg, führte mit dem Projekt «5000 Liebesbriefe» eine Russlandtournee durch und erarbeitete eine österreichische Version für die Wiener Festwochen 2006. Im April 2008 startete sein neues Langzeitprojekt «Meine Grosseltern | Erinnerungsbüro», das sich von Stadt zu Stadt weiterentwickelt und das nach ersten Stationen in der Schweiz (Theater Basel, Theaterfestival Auawirleben Bern, Zürcher Theater Spektakel) auch bei den Wiener Festwochen 2009 und beim Festival Theaterformen in Hannover zu Gast war. Als Produktionsdramaturg arbeitete Mats Staub zuletzt für Uraufführungen von Tim Zulauf, Ruth Schweikert und Simon Froehling sowie für Brunner/Omlins audio-visuelles Theater für Licht und Ton «no colour pink».

 

Lisa Böffgen (Film)

Geboren 1976 in Düsseldorf, lebt seit 2008 in Basel und arbeitet als freischaffende Videokünstlerin und Cutterin. Lebte von 1998 bis 2008 in Berlin und arbeitete als Videotechnikerin/-künstlerin an Theaterproduktionen der Spielstätten Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Prater, HAU und des Theater Basel. Zusammenarbeit im Bereich von Dreh, Schnitt und Bearbeitung von Videofilmen, Realisationen im Bühnenbild und live Kamera u. a. mit René Pollesch, Bert Neumann, Stefan Puchner, Schorsch Kamerun, Constanza Macras, Chris Kondek, Gob Squad und Kanak Attak. Seit 2005 freischaffend u. a. für Anna Viebrock, Constanza Macras/Dorkypark, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Theater Basel, Bayerische Theaterakademie, Joachim Schlömer, Hofkapelle München, als Videokünstlerin, in Fragen der technischen Umsetzung, sowie Aufzeichnung von Inszenierungen und der Produktion von Trailern.

 

Ursula Leuenberger (Kostüme)

1972 in Bern geboren ist ausgebildete Damen-und Theaterschneiderin. Als Schneiderin arbeitete sie u.a.beim Schweizer Fernsehen am Theater Basel und bei den Bregenzer Festspielen. Von 1997 bis 2000 war sie als Kostümassistentin am Theater Basel tätig. Seither arbeitet sie als freie Kostümbildnerin in der Schweiz und in Deutschland. Eine kontinuirliche Zusammenarbeit verbindet sie mit Rafael Sanchez, für den sie zuletzt die Kostüme für "sein oder nicht sein" am Deutschen Theater Berlin und "schwarzes Tier traurigkeit" am Theater Neumarkt in Zürich gestaltete.